Knusprige Gemüsechips selber machen – bunte Sorten aus Roter Bete und Süßkartoffel in weißer Tasse auf Holzhintergrund
Selbstgemachte Gemüsechips

Gesund snacken mit Geschmack & Vielfalt

Gemüsechips selber machen

Gesunder Knabberspaß

Ihr habt Lust auf etwas Knuspriges, aber wollt nicht zu stark verarbeiteten Fertigchips greifen? Gemüsechips selber zu machen ist eine hervorragende Möglichkeit, den Snack zu kontrollieren. Ihr bestimmt die Fettmenge, Gewürze und Intensität. Industriell verkaufte Gemüsechips enthalten oft ebenfalls viel Fett, Salz oder Zusatzstoffe – selbst als „gesunde Chips“ vermarktet.

Mit unseren Tipps und der richtigen Auswahl an Gemüse gelingen Euch knusprige, aromatische Chips, die hervorragend in den Alltag passen – als Snack vor dem Fernseher, beim Spielen mit Kindern oder fürs Büro.

Knusprige Gemüsechips Varianten – gemischte Scheiben aus Roter Bete, Möhre und Zucchini auf brauner Platte

Tipp

Wählt Gemüse mit festem, nicht zu wasserreichem Fruchtfleisch. Sorten mit hohem Wassergehalt wie Tomaten oder Gurken bleiben meist weich und eignen sich daher weniger.

Welche Gemüse-Sorten eignen sich besonders gut

Nicht jedes Gemüse wird automatisch knusprig, aber einige Sorten bringen von Natur aus die richtigen Eigenschaften mit:

Süßkartoffel und Kartoffel

Enthalten Stärke, die beim Backen für eine goldbraune, knusprige Textur sorgt.

Rote Bete

Hat einen intensiven, leicht süßlich-erdigen Geschmack und karamellisiert schön im Ofen.

Pastinaken und Petersilienwurzel

Sind mild, leicht nussig und werden im Ofen wunderbar kross.

Möhren

Dünn geschnitten, entwickeln einen süßlichen Geschmack und feine Röstaromen.

Kürbis (z.B. Hokkaido)

Hat ein festes Fruchtfleisch, das beim Backen knusprig wird, ohne auseinanderzufallen.

Zucchini und Aubergine

Lassen sich dünn schneiden und werden leicht kross, wenn sie gut entwässert sind.

Grünkohl

Ist ideal für Blattchips, da er durch die dünne Struktur schnell trocknet und schön kross wird.

Gemüsechips selber machen – Koch schneidet rohe Kartoffeln in dünne Scheiben für extra knusprige Chips

Tipp

Weicht bei stärke- oder wasserreichen Sorten wie Kartoffeln oder Roter Bete die geschnittenen Scheiben in Wasser ein (ca. 10 Minuten) und tupft sie später mit Küchenpapier trocken. Das entzieht Stärke und Feuchtigkeit, was beim Knusprig werden hilft.

Gesunde Gemüsechips Tipps – Hand besprüht dünne Süßkartoffelscheiben auf Backblech mit Öl für mehr Knusprigkeit

Schritt-für-Schritt: So gelingen knusprige Gemüsechips

Vorbereitung & Schneiden

  • Gemüse waschen, ggf. schälen (z. B. bei Roter Bete).
  • Je dünner Ihr das Gemüse schneidet, desto knuspriger werden die Chips. Am besten eignet sich dafür eine Mandoline, ein Gemüsehobel oder ein sehr scharfes Messer. Die Scheiben sollten etwa 1 mm dünn sein – zu dicke Stücke bleiben in der Mitte weich.
  • Bei Zucchini oder Aubergine kann ein schräger Schnitt größere Fläche bringen.

Entwässern & Salzen

Ein bewährter Trick: Gemüsescheiben mit etwas Salz bestreuen und 10–20 Minuten ruhen lassen. Das Salz entzieht Feuchtigkeit (Osmose). Danach die Scheiben vorsichtig mit Küchenpapier abtupfen, um überflüssige Feuchtigkeit zu entfernen.

Würzen & Ölzugabe

  • Zu viel Öl macht Chips eher weich statt knusprig. Nutzt lieber einen Ölsprüher oder Pinsel und verteilt nur einen dünnen Film. Besonders gut geeignet sind hitzestabile Öle wie Rapsöl oder Avocadoöl. So verhindert Ihr, dass das Öl bei hohen Temperaturen verbrennt.
  • Trockene Gewürze wie Salz, Pfeffer oder Paprikapulver könnt Ihr direkt vor dem Backen auftragen. Empfindliche Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Oregano gebt Ihr besser erst in den letzten 5 Minuten dazu – sonst verbrennen sie und werden bitter.

Extra-Tipp

Ein Teelöffel Stärke oder Reismehl unter das Gemüse mischen, bevor Ihr Öl hinzufügt – das sorgt für eine extra krosse Oberfläche.

Tipps

Bunte Gemüsechips selber machen – Rote-Bete- und Möhrenchips in weißer Tasse auf Holztisch
  • Während des Backens ist es hilfreich, die Ofentür regelmäßig leicht zu öffnen, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Ein einfacher Trick: Steckt einen Kochlöffel in die Tür, um sie einen Spalt offen zu halten. So zirkuliert die Luft besser, und die Chips trocknen gleichmäßiger.
  • Etwa nach der Hälfte der Backzeit lohnt es sich, die Gemüsescheiben einmal zu wenden. Dadurch werden sie von beiden Seiten gleichmäßig gebräunt.
  • Wenn die Ränder leicht goldbraun sind und die Scheiben trocken wirken, sind die Chips fertig. Direkt aus dem Ofen fühlen sie sich oft noch etwas weich an – beim Abkühlen härten sie nach und werden richtig knusprig.
  • Nach dem Backen sollten die Chips sofort vom heißen Blech genommen und auf einem Kuchengitter ausgelegt werden. So kann die Restwärme entweichen, und sie behalten ihre Knusprigkeit.
  • Lagert Eure Chips in einer luftdichten Dose an einem kühlen, trockenen Ort. Wenn Ihr mögt, legt ein Stück Küchenpapier mit in die Dose – das bindet Restfeuchtigkeit. So bleiben sie länger knackig.
  • Backt lieber mehrere kleine Portionen statt eines vollen Blechs – so trocknet jedes Stück richtig durch.
  • Kombiniert verschiedene Sorten, z.B. Rote Bete mit Süßkartoffel. Das sieht nicht nur toll aus, sondern schmeckt auch abwechslungsreich.
  • Curry und Kurkuma sorgen für orientalische Noten, Chili und Limette für mexikanische Varianten und  Rosmarin und Meersalz für mediterranes Aroma.
  • Kombiniert Eure Chips mit einem selbstgemachten Joghurt-Kräuter-Dip, Guacamole oder Hummus für einen gesunden Snackmoment.
Gesunde Gemüsechips Rezept – Zucchini- und Süßkartoffelchips mit grünem Dip, Möhren und Gurken im Hintergrund

Gemüsechips im Backofen – so gelingt die perfekte Knusprigkeit

Der Backofen ist die klassische und unkomplizierte Methode, um Gemüsechips selbst zu machen. Wichtig ist, dass Ihr Temperatur, Backzeit und Schnittstärke an die jeweilige Gemüsesorte anpasst. So verhindert Ihr, dass die Chips verbrennen oder weich bleiben.

Legt zu Beginn ein Backblech mit Backpapier oder einer Silikonmatte auszulegen. Legt die Gemüsescheiben in einer einzigen Schicht nebeneinander, sodass sie sich nicht überlappen. Wenn sie übereinanderliegen, entsteht Dampf, und die Chips werden weich statt kross.

  • Für Süßkartoffeln und Kartoffeln hat sich eine Temperatur von etwa 160 bis 170 Grad Umluft bewährt. Dünn gehobelt (etwa 1 bis 2 Millimeter) brauchen sie rund 40 bis 60 Minuten, bis sie goldbraun und fest sind. Kontrolliert sie regelmäßig – besonders gegen Ende der Backzeit.
  • Rote Bete sollte etwas schonender gebacken werden, bei 140 bis 150 Grad Umluft. Ihr natürlicher Zucker karamellisiert beim Backen, was für eine leicht süßliche Note sorgt, aber auch schnell zu dunklen Rändern führen kann. Hier dauert es meist 45 bis 70 Minuten, je nach Dicke der Scheiben.
  • Möhren und Pastinaken gelingen gut bei 150 bis 160 Grad Umluft, mit einer Backzeit von etwa 40 bis 55 Minuten. Sie entwickeln dabei feine Röstaromen und eine leichte Süße.
  • Für Kürbis, zum Beispiel Hokkaido, reichen 150 Grad Umluft und etwa 35 bis 50 Minuten. Schneidet die Stücke gleichmäßig dick, damit sie gleichzeitig fertig werden.
  • Zucchini und Auberginen brauchen niedrigere Temperaturen, etwa 130 bis 140 Grad Umluft, und sind nach 30 bis 45 Minuten fertig. Diese Sorten enthalten mehr Wasser – deshalb sollten sie vor dem Backen gut abgetrocknet oder leicht gesalzen werden, um Feuchtigkeit zu entziehen.
  • Grünkohl oder andere Blattgemüse sind deutlich schneller fertig. Bei 120 bis 130 Grad Umluft genügen meist 15 bis 25 Minuten. Achtet hier besonders auf die Backzeit, da Blätter sehr schnell verbrennen können.

Alternativen zum Backofen

Dörrautomat

Ideal, weil niedrige Temperaturen über längere Zeit entfeuchten, ganz ohne Öl. Dauert aber mehrere Stunden. 

Heißluftfritteuse / Airfryer

In 15–25 Minuten möglich – schnell und mit wenig Öl. Achtet darauf, dass die Scheiben nicht übereinanderliegen.

FAQ: Häufige Fragen von uns beantwortet zu Gemüsechips selber machen

Wenn du sie in einer luftdichten Verpackung und trocken lagerst, bleiben sie in der Regel 5–7 Tage knusprig. Danach können sie weich werden.

Ja, besonders im Dörrautomaten funktioniert das auch ganz ohne Öl. Im Ofen werden sie aber meist etwas knuspriger, wenn du einen Hauch Öl verwendest.

Festfleischige Sorten wie Süßkartoffel, Pastinake, Rote Bete, Möhren, Zucchini oder Grünkohl sind ideal. Sehr wasserreiche Sorten wie Gurken sind weniger geeignet.

Bei Zucchini oder Kürbis reicht gründliches Waschen. Bei Roter Bete, Pastinaken oder Möhren lohnt sich Schälen, weil die Schale hart sein kann oder stark färbt.

Schneide das Gemüse sehr dünn, salze und entwässere es vor dem Backen, verwende nur wenig Öl und öffne die Ofentür ab und zu, damit Feuchtigkeit entweichen kann.

Ja, direkt nach dem Backen oder in den letzten Minuten der Garzeit. Gewürze wie Chili, Curry, Paprika oder Kräuter bringen Abwechslung und extra Aroma.

Du hast die volle Kontrolle über Öl und Salz. Damit sind sie meist deutlich fettärmer und frei von Zusatzstoffen im Vergleich zu Fertigprodukten.

Einfrieren wird nicht empfohlen, da sie nach dem Auftauen matschig werden. Bereite sie lieber frisch zu oder iss sie innerhalb weniger Tage.

Halte die Backtemperatur moderat, prüfe sie regelmäßig und belege das Blech nicht zu voll. Dünne Scheiben garen außerdem schneller als dicke.

Ein Dörrautomat oder eine Heißluftfritteuse (Airfryer) sind sehr praktisch. Sie sparen Energie und sorgen meist für ein gleichmäßigeres Ergebnis.

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