Lebensmittel nicht einfrieren
Diese 7 Lebensmittel gehören nicht ins Gefrierfach
Viele Haushalte frieren Lebensmittel ein, um Vorräte anzulegen oder Reste zu retten. Doch nicht jedes Produkt ist dafür geeignet. Manche Lebensmittel verlieren beim Einfrieren nicht nur ihre Konsistenz, sondern auch Geschmack, Nährstoffe oder sogar ihre Sicherheit.
Das Wissen darüber, welche Lebensmittel nicht ins Gefrierfach gehören, entscheidet oft darüber, ob Essen genießbar bleibt oder entsorgt werden muss. Die folgenden 7 Beispiele zählen zu den häufigsten Fehlerquellen und zeigen Euch gleichzeitig bessere Möglichkeiten der Aufbewahrung. Erfahrt ergänzend, wie Ihr Euren Kühlschrank richtig einräumen solltet, damit alles frisch bleibt.
Darum ist Einfrieren nicht immer sinnvoll
Beim Einfrieren entstehen Eiskristalle. Diese zerstören feine Zellstrukturen, trennen Fett von Wasser und verändern chemische Eigenschaften. Besonders empfindlich sind wasserreiche Lebensmittel, Emulsionen, rohe stärkehaltige Produkte oder frische Milchprodukte. Wer Lebensmittel besonders schonend lagern möchte, sollte auf moderne BioFresh-Technologie setzen, die Vitamine und Konsistenz auch ohne Einfrieren deutlich länger erhält.
Grüner Salat und Blattsalate
Optischer Check
Wie Ihr auf dem Bild seht, verwandelt Frost die knackigen Blätter in eine glasige, weiche Masse – das Ergebnis ist ungenießbar.
Kopfsalat, Rucola, Feldsalat oder Eisbergsalat bestehen zu über 90 % aus Wasser. Beim Einfrieren bilden sich Eiskristalle, die die Zellstruktur der Blätter zerstören – nach dem Auftauen fällt der Salat in sich zusammen, wird matschig, wässrig und schmeckt oft bitter.
Tipp
Deutlich besser ist es, Salat ungewaschen im Gemüsefach des Kühlschranks aufzubewahren, ihn locker in ein leicht feuchtes Baumwolltuch zu wickeln und erst kurz vor dem Verzehr zu waschen, damit Frische und Textur möglichst lange erhalten bleiben.
Rohe Kartoffeln
Vorsicht bei Rohkost
Die feinen Frost-Kristalle auf den Kartoffelscheiben sehen zwar schick aus, ruinieren aber die Stärkestruktur. Die Knollen werden nach dem Auftauen süßlich und unnatürlich weich.
Rohe Kartoffeln reagieren besonders empfindlich auf Frost: Die enthaltene Stärke wandelt sich in Zucker um. Dadurch schmecken sie nach dem Auftauen oft süßlicher, wirken glasig und verlieren ihre feste Konsistenz.
Tipp
Besser ist es, Kartoffeln an einem dunklen, trockenen und gut belüfteten Ort bei kühlen Temperaturen aufzubewahren, idealerweise zwischen 4 und 8 Grad, jedoch nicht im Kühlschrank, da auch dort unerwünschte Geschmacksveränderungen auftreten können.
Gekochte Kartoffeln, Püree oder Gratins lassen sich hingegen gut einfrieren. Mehr dazu lest Ihr in unserem Ratgeber über Gekochte Nudeln, Reis und Kartoffeln richtig aufbewahren.
Rohe Eier mit Schale
Explosionsgefahr
Dieses Bild zeigt deutlich, was passiert, wenn sich das Innere des Eies ausdehnt. Die Schale platzt unkontrolliert – ein Paradies für Bakterien und eine klebrige Angelegenheit im Gefrierfach.
Wenn Ihr rohe Eier mit Schale einfriert, riskiert Ihr, dass diese durch die Ausdehnung des Inhalts platzt, wodurch Keime eindringen können, und die Lebensmittelsicherheit leidet.
Aufgeschlagene Eier ohne Schale können eingefroren werden, sollten aber beschriftet und zeitnah verwendet werden.
Tipp
Stattdessen sollten Eier im Kühlschrank gelagert werden, am besten in ihrer Originalverpackung und mit der Spitze nach unten, damit das Eigelb zentriert bleibt und die Haltbarkeit verlängert wird.
Joghurt, Quark und Sahne
Textur-Verlust
Hier erkennt Ihr gut, wie sich die Emulsion trennt. Statt cremiger Konsistenz bleiben nur klumpige Rückstände und Wasser übrig – der Genussfaktor sinkt auf Null.
Beim Einfrieren von Joghurt, Quark oder Sahne trennen sich Fett und Wasser dauerhaft, was nach dem Auftauen zu einer flockigen, körnigen Konsistenz und einem wässrigen Geschmack führt.
Für kalte Desserts sind aufgetaute Milchprodukte meist ungeeignet, zum Backen manchmal noch verwendbar.
Tipp
Deutlich besser ist es, diese Milchprodukte konstant gekühlt aufzubewahren, gut verschlossen zu lagern und angebrochene Packungen zeitnah zu verbrauchen, um Qualität und Geschmack zu erhalten.
Gurken und rohe Tomaten
Wasserbomben-Effekt
Da diese Gemüsesorten fast nur aus Wasser bestehen, bleibt nach dem Auftauen keine Struktur mehr übrig. Sie verlieren ihren Biss und werden spürbar fade.
Durch ihren hohen Wassergehalt verlieren Gurken und rohe Tomaten beim Einfrieren ihre Zellstruktur, wodurch sie nach dem Auftauen weich, schleimig und geschmacklich deutlich flacher sind.
Gekochte Tomaten in Form von Sauce oder Suppe lassen sich sehr gut einfrieren.
Tipp
Gurken halten sich länger, wenn sie bei etwa zehn bis dreizehn Grad gelagert werden, während Tomaten bei Zimmertemperatur und getrennt von anderem Gemüse ihr Aroma am besten behalten.
Mayonnaise und ähnliche Emulsionen
Unappetitliche Trennung
Mayonnaise ist eine empfindliche Mischung. Frost zerstört die Verbindung zwischen Öl und Ei dauerhaft, wie diese unschöne, ölige Masse eindrucksvoll beweist.
Mayonnaise reagiert besonders empfindlich auf Kälte, da sich ihre Emulsion aus Öl, Ei und Säure beim Einfrieren auflöst und eine unappetitliche, klumpige Masse entsteht.
Tipp
Um die Qualität zu bewahren, solltet Ihr Mayonnaise stets im Kühlschrank lagern, mit sauberem Besteck entnehmen und selbstgemachte Varianten möglichst schnell verzehren.
Weichkäse wie Brie oder Camembert
Aroma-Aus
Ein guter Weichkäse lebt von seiner Cremigkeit. Nach dem Gefrierfach-Besuch ist er, wie hier zu sehen, nur noch krümelig und verliert seinen charakteristischen Charakter.
Weichkäse verliert beim Einfrieren nicht nur seine cremige Konsistenz, sondern auch einen Großteil seines Aromas und wird nach dem Auftauen bröselig und feucht.
Hartkäse wie Parmesan oder Gouda könnt Ihr dagegen einfrieren, vorzugsweise gerieben.
Tipp
Am besten bewahrt Ihr Weichkäse in speziellem Käsepapier oder locker in Butterbrotpapier gewickelt im unteren Kühlschrankfach auf und sorgt durch gelegentliches Lüften für ein optimales Reifeklima.
Lebensmittel nicht einfrieren: Gesundheitliche Risiken
- Wer Lebensmittel einfriert, die dafür nicht geeignet sind, riskiert mehr als nur Geschmacksverluste. Durch zerstörte Zellstrukturen können sich beim Auftauen Keime schneller vermehren, insbesondere bei Eiern, Milchprodukten oder Mayonnaise. Werden diese Lebensmittel nicht ausreichend erhitzt, steigt das Risiko für Magen-Darm-Beschwerden.
- Zudem können falsch eingefrorene Produkte ungleichmäßig auftauen, wodurch sich Bakterien in einzelnen Bereichen halten oder weiterentwickeln.
- Auch der Nährstoffgehalt leidet, da beim Auftauen oft vitaminreiche Flüssigkeit verloren geht.
- Nicht zuletzt können stark veränderte Konsistenzen die Verdauung belasten und zu Unwohlsein führen, vor allem bei empfindlichen Personen.
FAQ: Häufig gestellte Fragen rund um Lebensmittel nicht einfrieren
Davon wird abgeraten, da sich Keime vermehren können und Qualität leidet.
Beeren, Brot, gekochte Gerichte, Fleisch, Fisch und Kräuter sind sehr gut geeignet.
Ein Teil der Vitamine kann verloren gehen, insgesamt bleiben Nährstoffe aber gut erhalten.
Je nach Produkt zwischen drei Monaten und einem Jahr, korrekt verpackt auch länger.
Bei Gemüse wie Brokkoli oder Bohnen ist Blanchieren sinnvoll, da es Enzyme deaktiviert.
Nein, aber Geschmack und Textur leiden deutlich.