Pasta mit Cherrytomaten und Parmesan
Auch vegan – Italien pur
Pasta mit Cherrytomaten und Parmesan ist italienisches Wohlfühlessen pur. Che bello. Da läuft einem italienischen Koch direkt das Wasser im Mund zusammen. Ihr habt Euch da ein Rezept ausgesucht, das wunderbar nach italienischer Küche schmeckt. Die Idee, die Sauce aus geschmorten Tomaten, Butter und Käse zuzubereiten, ist clever und schmeckt garantiert fantastisch.
Zutaten für Pasta mit Cherrytomaten und Parmesan für ca. 2–3 Portionen
Für die Pasta
- 350 g Pasta, ideal sind Nudeln wie Fettuccine, Tagliatelle oder Pappardelle
- 500 g Kirschtomaten, Cherry-Tomaten, gewaschen und ganz gelassen
- 2–3 EL Olivenöl, nativ extra, von guter Qualität
- 2 Knoblauchzehen, geschält, aber ganz gelassen
- 1/2 TL Chiliflocken, nach Geschmack
Für die Cremigkeit
- 60 g Butter, kalt oder kalte vegane Blockbutter (in kleine Würfel geschnitten)
- 60 g Parmesan oder Grana Padano, fein gerieben + extra zum Servieren
- 1 Kelle Pastawasser, das wichtigste Bindeglied
Zum Abschmecken & Garnieren
- Salz & Pfeffer, frisch gemahlen, schwarz
- 1 Handvoll Basilikum, frisch (gezupft)
Tipp
Vegane Alternative: pflanzliche Pasta-Käsealternative oder Hefeflocken für den würzigen Umami-Geschmack
Zubereitung Pasta mit Cherrytomaten und Parmesan
- Setzt einen großen Topf mit reichlich Wasser für die Pasta auf. Sobald es kocht, salzt Ihr es kräftig.
Erwärmt parallel dazu eine große Pfanne bei mittlerer Hitze. Gebt das Olivenöl hinein und röstet die beiden angedrückten Knoblauchzehen sowie die Chiliflocken darin ca. 1–2 Minuten sanft an. Das Öl nimmt so das volle Aroma an, ohne dass der Knoblauch verbrennt. Setzt die Hitze auf mittlere bis hohe Stufe herauf und gebt die ganzen Kirschtomaten in die Pfanne. Bratet die Tomaten unter gelegentlichem Schwenken ca. 6–8 Minuten, bis die Haut aufplatzt, leicht schrumpelig wird und braune, karamellisierte Stellen bekommt.
Jetzt könnt Ihr die beiden Knoblauchzehen mit einer Gabel aus der Pfanne fischen.
- Gebt die Pasta ins kochende Wasser und kocht sie 2 Minuten kürzer, als auf der Packung für al dente angegeben ist (sie gart gleich in der Sauce fertig).
Während die Pasta kocht, zerdrückt Ihr die Tomaten in der Pfanne mit einem Kartoffelstampfer oder einer Gabel grob, sodass der süße Saft austritt und sich mit dem Olivenöl verbindet. Wer die Sauce feiner mag, füllt die Tomaten in ein Gefäß und mixt sie mit dem Stabmixer. - Schöpft kurz vor dem Abgießen der Pasta eine große Kelle vom stärkehaltigen Nudelwasser ab und stellt sie beiseite. Gießt die Pasta ab und gebt sie sofort tropfnass direkt in die Pfanne zu den Tomaten.
Gießt die halbe Kelle Pastawasser dazu und lasst alles bei mittlerer Hitze 1–2 Minuten unter ständigem Rühren köcheln. Die Pasta saugt nun den Tomatensaft auf, und die Stärke des Wassers beginnt, die Sauce zu binden. - Nehmt nun die Pfanne komplett vom Herd. Gebt die eiskalten Butterwürfel und den fein geriebenen Parmesan dazu. Schwenkt die Nudeln in der Pfanne schwungvoll oder rührt sie mit einer Zange kräftig durch. Durch die Restwärme schmelzen Butter und Käse und verbinden sich mit dem Pastawasser zu einer samtigen Sauce. Gießt bei Bedarf noch einen Schluck Pastawasser nach, falls die Sauce zu dickflüssig wird.
- Schmeckt alles mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und einer Prise Salz ab. Hebt die frischen Basilikumblätter unter.
Richtet die Pasta sofort auf tiefen Tellern an und serviert sie mit noch etwas extra Parmesan.
FAQ: Häufige Fragen zu Pasta mit Cherrytomaten und Parmesan
Das Geheimnis der Cremigkeit liegt in der Mantecatura, also in der Emulsion aus Stärke, Fett und Käse. Wenn die Sauce zu flüssig ist, hast du vermutlich entweder zu viel Pastawasser auf einmal dazugegeben oder die Pfanne nicht stark genug geschwenkt. Lass die Pasta das nächste Mal 1–2 Minuten in der Tomatensauce köcheln, damit die Stärke bindet, bevor du Butter und Parmesan abseits der Hitze einrührst.
Nein, für dieses Rezept solltest du unbedingt frische Kirschtomaten, Cherry-Tomaten oder Datteltomaten nutzen. Der Clou des Gerichts ist das "Blistern" – also das scharfe Anbraten in der Pfanne, wodurch der fruchteigene Zucker karamellisiert. Dosentomaten haben zu viel Flüssigkeit und entwickeln nicht diese feine, süß-säuerliche Röstnote.
Wenn Parmesan zu stark erhitzt wird, etwa über 80 °C, trennen sich Fett und Eiweiß im Käse. Das Ergebnis: Der Käse klumpt oder zieht unschöne, zähe Fäden, anstatt sich mit der Sauce zu verbinden. Durch die Restwärme abseits der Kochplatte schmelzen Butter und Parmesan sanft und emulgieren zu einer spiegelglatten Creme.
Technisch gesehen ja, aber geschmacklich und traditionell ist das ein anderes Gericht. Das Rezept setzt auf die Bindung durch eiskalte Butter und Parmesan, also auf die Mantecatura. Sahne würde die feine Säure der geschmorten Tomaten überdecken und die Sauce schwerer machen. Wenn du es möglichst italienisch magst, bleib bei der Butter.
Da die Sauce durch das Pürieren bzw. Zerdrücken der Tomaten sehr sämig und reichhaltig ist, passen breite, lange Nudelsorten wie Tagliatelle, Fettuccine oder Pappardelle hervorragend. Sie bieten der cremigen Sauce viel Oberfläche, an der sie haften kann. Alternativ funktionieren auch geriffelte Kurznudeln wie Rigatoni oder Penne Rigate.
Ja, das geht. Ersetze die Butter durch eine hochwertige, kalte vegane Blockbutter (oder ein intensiv fruchtiges Olivenöl extra vergine, das du am Ende unterrührst) und nutze statt Parmesan eine pflanzliche Pasta-Käsealternative oder Hefeflocken für einen würzigen Umami-Geschmack.
Wenn Knoblauch fein gehackt und 6–8 Minuten zusammen mit den Tomaten bei hoher Hitze gebraten wird, verbrennt er sehr schnell. Verbrannter Knoblauch schmeckt bitter und ruiniert die feine Süße der Kirschtomaten. Das Andrücken der ganzen Zehe sorgt dafür, dass das Öl aromatisiert wird, ohne dass der Knoblauch bitter wird.